Christoph Rüssel

Chef in Schalbach, Österreich

Christoph Rüssel

Chef in Schalbach, Österreich

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Keine Witze über Namen, heißt es bei Journalisten immer (und ich weiß das, weil ein Freund von mir mal für die Lokalzeitung geschrieben hat). Der Grund ist einfach: Für den eigenen Namen kann man nichts. Für den Vornamen sind ja noch die eigenen Eltern verantwortlich. Aber für den Nachnamen trifft auch sie keine Schuld. Warum ich das schreibe? Nun, für jemanden der Christoph Rüssel heißt, ist der Name nicht ganz unwichtig. Schön und gut, auch andere tragen Namen (und nicht immer hübschere). Aber alle Menschen, die auffallende Eigennamen haben, Namen, die andere vielleicht zu Scherzen verleiten oder einfach nur zu einem verhaltenen Lächeln, wissen was ich meine: irgendwann setzt eine besondere Identifikation mit dem eigenen Namen ein. So wird er im wahrsten Sinn des Wortes zum Eigennamen.

Nun, Witze über meinen Nachnamen haben schon meine Klassenkameraden in früheren Jahren gemacht, und auch der ein oder andere Lehrer hat sich nicht entblödet, die Lacher der Klasse auf seine Seite zu ziehen. Da hieß es dann bei der Klassenarbeit: „Christoph, steckt dein Rüssel, äh deine Nase nicht überall rein“, nur weil ich – wie jeder andere auch – versucht habe, mal ein Blick ins Heft des Nebenmannes zu werfen. Kurz, die Witze waren alt und wiederholten sich dauernd, hieß es doch zum wiederholten Male, „lass dir nicht alles aus dem Rüssel ziehen“ oder „Fass dich mal an den eigenen Rüssel“ oder „das werde ich dir doch nicht auf den Rüssel binden“. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen (und vielleicht werde ich bei Gelegenheit noch die eine oder andere Peinlichkeit hier veröffentlichen).

Im Endeffekt zeigt es mir aber im Lauf der Jahre, wie stark und assoziationsreich mein Name ist. Ich bin im Lauf meines Lebens inzwischen weit herum gekommen und je älter ich wurde, umso seltener wurden die Scherze, die andere mit meinem Namen machten. Neu war da allerdings schon lange kein Gag mehr und so kann ich gut darauf verzichten, dass sich auf Namensebene andere über mich lustig machen. Dabei kann ich Spaß gut verstehen, habe Humor und lache auch gern mit. Das lernt man einfach mit der Zeit.

Und mit der Zeit fliegen einem dann doch immer mehr Themen zu, beruflich und auch privat, halt Dinge die mich interessieren, die mir Spaß machen, in die ich dann – um im Bild zu bleiben – gerne meinen Rüssel stecke. Das sind vor allen Dingen technische Dinge, da sie mich auch beruflich bewegen. Immerhin arbeite ich im Bereich Qualitätssicherung im Passagierverkehr, abe