Eva Lexa Lexova
München
"Durch Prag bin ich geprägt, und orientiert habe ich mich am Orient", sagt die Autorin über sich. Wie alle großen Menschen sieht sie in ihrem Leben nichts Außergewöhnliches. Aber ist PTBS nicht etwas, das fast jeder hat? „Stimmt, ich habe durch PTBS 10 Jahre meines Lebens verloren, aber dafür habe ich Erkenntnisse gewonnen, die ich so nicht gehabt hätte." In Prag hat sie die wichtigen Bücher der Welt gelesen, die Klassiker sowieso. Ihre Familie, als sie klein war, wohnte gegenüber einem Kino, Eden hieß es, und dort sah sie jede Woche wenigstens einen Film. Diese virtuelle Welt hat ihre visuelle Welt sehr beeinflusst. Nachdem sie 1968 Prag verlassen hat, um vor der russischen Besatzung zu fliehen, hat sie in München in mehreren Redaktionen gearbeitet, mal als Fotolaborantin, dann als Fotografin, Grafikerin, Reporterin und Texterin, bis ein Chefredakteur über sie sagte: „Sie jagen den Leser die Leiter hoch, und wenn er oben angelangt ist, bombardieren Sie ihn mit neuen Erkenntnissen." Und er fügte noch hinzu: „Zwischen Ihnen und dem Leser bleibt kein Freiraum, so unmittelbar sind Sie." Als ihre Ehe zu Ende war, wurde es nur noch eine Frage der Zeit, wann sie ein Buch schreiben würde. Tja, Buch... Es ist eher ein tragikomischer Porno, ein Fachbuch über PTBS und dessen Heilung, und es ist auch ein Ratgeber. Alles vereint sich darin, man kann noch Sarkasmus und Satire hinzufügen — ein Buch, das man, wenn es zu Ende ist, gleich noch einmal lesen will. Der Roman ist Dr. Stefan Bauer gewidmet. siehe meine Webseite: www.evalexa.jimdo.com