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l: Vor der Unterbringung der deutschen Soldaten der Uno-Mission Unifil kam es morgens zu einem offenbar deutschlandfeindlichen Zwischenfall - zwischen 6 und 8 Uhr wurden vor dem Lager eine deutsche und zwei Uno-Fahnen von Flaggenmast gerissen. Auf einer Uno-Fahne wurde nach Angaben der Bundeswehr herumgetrampelt. Die Täter konnten unerkannt entkommen. Die Bundeswehr unterrichtete ausgewählte Abgeordnete über den Vorfall.

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Die Aktion ist möglicherweise eine Reaktion auf die harte Haltung der Bundesregierung in der Euro-Krise auf Zypern. Bislang hatte sich die Wut der Menschen aber nur bei Demonstrationen Luft gemacht, wo vor allem Kanzlerin Merkel attackiert wurde.
In den Jahren seit dem Beginn der Uno-Mission, die von einem deutschen Kontingent unterstützt wird, gab es noch nie ähnliche Ausschreitungen wie jetzt in Limassol. Die Bundeswehrführung berichtete, dass sich das lokale Militär auf Zypern ausdrücklich für den Vorfall entschuldigt habe und große Betroffenheit äußerte.

Die deutschen Soldaten kontrollieren im Rahmen der Uno-Mission verdächtige Schiffe im Seegebiet vor dem Libanon und sind auf Zypern stationiert.

Luxemburgs Außenminister warnt Deutschland

Am deutschen Agieren in der Zypern-Krise gab es auch auf ganz anderer Ebene Kritik. Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn warnte Deutschland vor verletzenden Aussagen über kleine Länder. Er verbat sich die deutsche Kritik am "Geschäftsmodell Zyperns" mit einem überdimensionierten Bankensektor. "Ich komme auch aus einem ganz kleinen Land, da ist nicht nur der Bankplatz überdimensioniert, sondern auch die Satellitenindustrie zum Beispiel", sagte er Asselborn in Dublin am Rande eines EU-Außenministertreffens.