KOPFTOPF
Berlin, Germany
Kaum dass ich hungrig bin, LESE ich. Und STAUNE Klöße, sobald ich satt bin. Wenn ein Durst kommt, SCHREIBE ich. Wenn die Angst kommt, SCHWEIGE ich. Wenn ich mich zum Schlafen NIEDERLEGE, werde ich oft müde, was mich maßvoll rasend macht; also DAMPFE ich in die Küche, um Kaffee zu KOCHEN und Toastbrot zu ZERSCHNEIDEN, so lange, so klein, bis nichts mehr bleibt. Neuerdings haben wir eine Nachtigall zu Gast in unserem Garten. Ich wusste nicht, dass ihr Gesang Träume einfangen und in die Nachbarshecken knüpfen kann. Dort troddeln sie nun, unsere Kopffilme, wie bunte nachtschwere Satinschleifen, blau, weiß, manche rot, und die Gruber-Zwillinge spielen damit, bis auch sie müde werden, bis auch ihnen nichts mehr bleibt.