Svenja Lehmann
Opera Singer and Soprano in North Rhine-Westphalia, Germany
„Prädestiniert für ungewöhnliche Rollen“, schrieb das Musiktheatermagazin O-Ton über Svenja Lehmann anlässlich der Uraufführung „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ in Köln.
Tatsächlich zeichnet sich das Schaffen der jungen Sängerin bisher durch einige außergewöhnliche Partien aus. Ihr Debut gab Svenja Lehmann mit 19 Jahren als Hirtenknabe in Wagners Tannhäuser an der Deutschen Oper am Rhein. In der Spielzeit 2015/16 übernahm sie die gleiche Partie am Theater Aachen.
Bereits als Kind machte Svenja Lehmann durch ihr großes sängerisches Talent auf sich aufmerksam. Nach einigen Jahren im Kirchenchor wurde sie als Jugendliche Mitglied des Kinderchor am Rhein, wo sie auf der Duisburger Opernbühne anspruchsvolle Solopartien bei Kinderopern übernehmen konnte, wie die Titelrolle in Persephone (S. Pogson) oder die Juliet in Der kleine Schornsteinfeger (B. Britten).
Im Verlauf ihres Studiums an der HfMT Köln in der Klasse von Prof. Brigitte Lindner hatte Svenja Lehmann Gelegenheit, sich auch in größeren Opernpartien zu beweisen. So sang sie die Tytania in A Midsummer Night’s Dream, zuvor war sie als Miles in Turn of the Screw zu erleben. Hierbei fiel sie neben ihrer gesanglichen Leistung auch mit ihrer überzeugenden Darstellung der Rolle auf.
Seither konnte sich Svenja Lehmann nicht nur bei Britten als sowohl körperlich wie auch stimmlich äußerst geeignete Sängerdarstellerin in den oft schwer zu besetzenden Kinderrollen beweisen. Als Ensemblemitglied der Kammeroper Köln war sie als Barbarina (Figaros Hochzeit) und Marie in Der Nussknacker zu erleben. An der DOR sang sie die Partie der Rumpelwichtin für die Uraufführung der Kinderoper Ronja Räubertochter auf Tonband ein.
Darstellerisch besonders eindrucksvoll in ihrer Authentizität war auch ihre Rolle als 13-jähriger Stephan in Die vierzig Tage des Musa Dagh (nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel).
Aber auch in den typischen Opernpartien ihres Fachs konnte Svenja Lehmann bereits überzeugen, so etwa als Mozarts Papagena und Donizettis Gianetta, hierfür wurde sie von Opernnetz sogar als „Idealbesetzung“ gerühmt.
Im Bereich der Konzert- und Kirchenmusik ist Svenja Lehmann bereits seit vielen Jahren sowohl als Solistin aktiv als auch seit dem vergangenen Jahr in ihrem Trio gemeinsam mit Stefan Barth (Klarinette) und Henrik Schöll-Naderer (Klavier), mit dem sie die seltene, aber dankbare Literatur für diese ungewöhnliche Besetzung aufführt.